Im Hundesport ist eine Gehorsamsausbildung die Grundlage

Immer mehr Hundebesitzer wollen ihren vierbeinigen Freunden sinnvoll beschäftigen. Sie wissen: Ein Hund, der den ganzen Tag in der Wohnung ist und sich dann mit einem kurzen Spaziergang begnügen muss, wird sich langweilen und schnell selbst Unterhaltung suchen. Die kann er dann auch gerne im Schuhschrank finden, was Herrchen und Frauchen weniger freut. Hundefreunde kennen die Spiel- und Bewegungsfreude ihrer Hunde und möchten sie in gute Bahnen lenken. Eine gute Möglichkeit dazu ist der Hundesport. Ohne eine Gehorsamsausbildung, in der der Hund lernt, auf Befehle unmittelbar und vorbehaltlos zu reagieren, wird aus dem Hundesport jedoch schnell ein Chaoshaufen.

Was passiert in einer Gehorsamsausbildung?

In einer Gehorsamsausbildung lernt der Hund, die Befehle des Besitzers unmittelbar und vorbehaltlos auszuführen. Die Übung finden unter Aufsicht eines erfahrenen Hundetrainers statt. Verhält sich der Hund wie erwünscht, wird er mit einem Leckerli belohnt. Das konditioniert ihn darauf, die Befehle gerne auszuüben. Am Anfang ist der Übungsplatz ein Hundeplatz, später erfolgen Übungsgänge in der alltäglichen Umgebung. In der Gehorsamsausbildung lernt nicht nur der Hund, zu gehorchen. Auch der Besitzer erfährt Anleitung vom Hundetrainer, wie er sich durchsetzen und hundegerecht auf Missachtung seiner Befehle reagieren kann. Die beste Zeit für eine Gehorsamsausbildung ist das Welpenalter. Dann lernen Hunde am leichtesten. Die Gehorsamkeit muss jedoch immer wieder gefestigt werden. Wenn der Hund merkt, dass nach seiner Gehorsamsausbildung niemand mehr wert auf die richtige Ausführung der Befehle legt, wird er es bald wieder vergessen haben. Oberstes Gebot für die Gehorsamsausbildung und die Zeit danach ist deshalb Konsequenz.

Jetzt kann es losgehen: Hundesport in allen Variationen

Warnsignal eines HundesIst die Gehorsamsausbildung erfolgreich gewesen, sind Hund und Besetzer bereit für den Hundesport. Hundesportarten gibt es so viele wie verschiedene Hunderassen. Je besser das Team Hund/Besitzer zusammenarbeitet, desto erfolgreicher ist es. Hier ein kurzer Überblick über die Kategorien:

  • Hundesport nur für den Hund: Dabei rennt der Hund durch und über Hindernisparcours oder führt Sitz- oder Platzbefehle so perfekt wie möglich aus. Das Herrchen oder Frauchen gibt die Befehle und der Hund führt diese aus. Je größer die Distanz ist, in der der Hund gehorcht, desto besser.
  • Hundesport mit dem Besitzer: In vielen Hundesportarten betätigen sich sowohl Hund als auch Mensch. Sie laufen beispielsweise zusammen durch einen Parcours. Dabei geht es um Schnelligkeit, aber auch um die korrekte Ausführung. Der Mensch muss gleichzeitig rennen, den Hund im Blick haben und ihn mit Befehlen versorgen.
  • In der Fährtensuche wird der Hund darauf trainiert, Fährten mit einer Länge zwischen 400-800 Meter aufzunehmen und zu verfolgen. Zu diesem Vielseitigkeitssport gehört auch die Lenkung des Schutztriebes des Hundes.
  • Die Betätigung als Rettungshund ist weniger ein Hundesport als eine Ausbildung mit Hintergrund. Im Ernstfall kann es um die Rettung von Menschenleben gehen. Wer seinen Hund zum Rettungshund ausbilden lassen muss, sollte noch einmal mit größerem zeitlichem Aufwand rechnen als im Hundesport.

Den Hundesport sollten die Besitzer nach ihren Vorlieben und nach denen ihres Hundes auswählen. Aktive Sportler möchten vielleicht gerne selbst im Hürdenlauf mitrennen. Andere bevorzugen eine Aktivität, in der sich nur der Hund auspowert. Viele Hundevereine bieten Hundeplätze, Kurse und sogar Wettbewerbe an.

Dieser Beitrag wurde unter Blog veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.